Plattenkritik /// Jon DeRosa „A Wolf In Preacher’s Clothes“

Foto: Press // Jon DeRosa „A Wolf In Preacher’s Clothes“

DeRosa fabriziert lausbübische bis düsterromantische Schmachtfetzen in alter Revue-Manier.

Herbst, Winter und noch Schlimmeres stehen nun also an. Zeit für Leute, die „ältere Musik“ machen. So Jukebox-Anthems aus den 40ern und 50ern. Richtig staubiges Zeug eben. Auf Bühne und Plattencover geben sich die Protagonisten dann stets stilvoll rauchend mit einem Finger am Kinn oder einem Glas brauner Flüssigkeit in der Hand. Jon DeRosa hat man auch ein Glas hingestellt (siehe Cover). So wie Lana Del Rey setzt er auf die lausbübische bis düsterromantische Sexiness der großen Entertainer wie Astaire und Sinatra. Er setzt auf den konservativen Charme einer Zeit, die niemand von uns erlebt hat, die meisten von uns aber verklären.

So wie Del Rey probiert er gerne Outfits aus – von Ambient über Drone bis hin zu Postrock hat er alles schon durch. Sein jetziges steht ihm allerdings am besten. Es verzaubert, beseelt und wird sicherlich jede Menge Herzen zum Schmachten bringen. Ob das reicht, um durch die dunkle Jahreszeit (eine Karriere als Indie-Songwriter) zu kommen, muss dabei natürlich erst bewiesen werden.

JON DEROSA
»A Wolf In Preacher’s Clothes«
Rocket Girl / Rough Trade / VÖ: 02.11.2012 

Erstveröffentlichung der Rezension in INTRO #207 

Jon DeRosa „True Men“

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