Flimmerkiste // Zehn kuriose Gegebenheiten am Set von Der Weiße Hai

Foto: UNIVERSAL

Steven Spielbergs Der Weiße Hai (Jaws) ist noch heute einer der größten Kassenerfolge aller Zeiten und wird von Publikum und Kritikern gleichermaßen vergöttert. Das oscarprämierte Meisterwerk leitete die Ära des Blockbuster-Kinos ein, obwohl sein Inhalt alles andere als dramaturgische Raffinesse bietet. Die Story kennt jeder: Ein riesiger weißer Hai nagt an Badegästen einer US-amerikanischen Urlaubsinsel. Während sich die Haiangriffe häufen, bemühen sich die Gastwirte und Kaufleute des Badeortes einen großen Teppich zu finden, unter dem sie die Vorfälle kehren können. Zur gleichen Zeit nehmen sich besonnene Bürger (u.a. Roy Scheider als Polizeichef) der Sache an. Sie wollen den Hai in Gräten sehen.

Der Erfolg des Films beruht nicht zuletzt auf gut durchdachten Marketingaktionen und auf der Angstlust seiner Zuschauer, die sich allzu gern im Kino gruseln. Spielbergs Trick besteht darin, dass er den Kinobesuchern so wenig wie möglich von seiner Bestie zeigt. So fördert er den Spannungsaufbau. Zuerst sieht man Wellenbewegungen, dann eine Flosse. Er zeigt ängstliche Gesichter und rotgefärbtes Wasser. Der Hai wird eine zum Mythos gewordene Bestie, die überall und nirgends auftauchen kann.

Fakten, Fakten, Fakten: Kurioses rund um Der Weiße Hai

  • Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Peter Benchley, der darin wirklich stattgefunden Haiangriffe zu einem fiktiven Stoff verarbeitet.
  • Das American Film Institute listet den weißen Hai auf Platz 48 der besten Filme aller Zeiten. Weltweit hat der Film mehr als 470 Millionen Dollar eingespielt.
  • Bei Beginn der Dreharbeiten herrschte auf dem Set Chaos, da das Drehbuch erst zur Hälfte fertig war.
  • Durch einige Pannen bei der Planung verlängerte sich die Drehzeit des Films von 52 auf 155 Tage.
  • Im Film wurde ein mechanisches Hai-Modell eingesetzt, dass den Spitznamen Bruce bekam. Bruce hieß außerdem Spielbergs damaliger Anwalt.
  • Bruce (der Hai) war Nichtschwimmer. Das Haifischmodell war leider viel zu klobig und schwer, sodass es jedes Mal auf den Meeresboden sank, wenn man es ins Wasser ließ.
  • Das Haimodell sollte im Film eigentlich öfter zu sehen sein. Aufgrund von Produktionsfehlern war das Modell praktisch funktionsunfähig.
  • Im Vorfeld des Films wurde auch in Betracht gezogen, die japanische Toho Company (Godzilla) zu beauftragen, um Miniaturmodelle von Hai und Kleinstadt anzufertigen.
  • Für die suggestive Filmmusik bekam John Williams 1976 den Oscar. Williams Melodien kennt man auch aus Star Wars, E.T. und Der Soldat James Ryan.
  • Der Spruch: Bei diesem Film wurden keine Tiere verletzt oder getötet, trifft leider nicht auf Der Weiße Hai zu. Der tote aufgeknüpfte Hai in der Mitte des Films, ist echt.
  • Als Kulisse für den Film benutzte Spielberg Marthas Vineyard, eine kleine Insel im US-Bundesstaat Massachusetts. Nachdem der Film herauskam, verdreifachten sich die Besucherzahlen der Insel in der Sommersaison von 5000 auf 15000 Touristen in den Sommermonaten.

Foto: UNIVERSAL (Presse)


Der Weiße Hai
Action-Thriller, USA 1975
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Roy Scheider, Robert Shaw, Richard Drefuss
Verleih: UNIVERSAL
VÖ: 16. August 2012

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