Plattenkritik /// CALLmeKAT „Where The River Turns Black“

Vergesst diese dusseligen Björk-Verweise, die in der Blogosphäre kursieren. CALLMEKAT (bürgerlich Katrine) aus Dänemark möchte sich nicht messen, sie will was Eigenes auf die Beine stellen. Geschafft hat sie’s.

Klar muss das so kommen: Auf dem Peak der Vernetzung erleben wir eine Rückkehr ins Private. Ins Analoge. Wir stricken mit unseren Omis um die Wette und stellen uns Berge von Vinyl in die Bude. Die Dänin CALLmeKAT ist Teil dieser Bewegung, obwohl sie dies vermutlich bestreiten wird. Die Songwriterin – bürgerlich Katrine Ottosen – macht herrlich altmodische Musik. Kein Offbeat-Gedöns mit Dubstep-Einflüssen. Nein, fast alles analog, alles geerdet. Katrine kann sehr gut mit analogen Synthesizern. Where The River Turns Black ist voll davon. Sie umschmeicheln ihre erwachsene, wohlig-warme Stimme (file under: Leslie Feist, Nina Persson).

Einen Bonus gibt es für die leicht jazzigen Bläser-Arrangements von Helgi Jonsson und für die kargen, aber wunderhübschen Melodiebögen. Und vergesst diese dusseligen Björk-Verweise, die in der Blogosphäre kursieren. Katrine möchte sich nicht messen, sie will was Eigenes auf die Beine stellen. Geschafft hat sie’s.

CALLmeKat „Tiger Head“



CALLmeKAT

Where The River Turns Black
Q&A / Rough Trade / VÖ: 06.04.2012

Erstveröffentlichung der Rezension in INTRO #201

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