Plattenkritik /// Guided by Voices „Let’s Go Eat The Factory“

Die Reunion des Lo-Fi-Dinos: Attitüde bewahrt. Authentisch geblieben. Alles richtig gemacht.

Scheiß auf Reunion-Bashing: Wenn sich so essenzielle Kapellen wie Guided By Voices nach langjähriger Enthaltsamkeit wieder zusammentun und ein Album abliefern, das so dringlich klingt, wie auf dem Peak ihres musikalischen Schaffens aufgenommen (1994-95), dann bewahrt auch eine kritische Objektivität nicht davor, Let’s Go Eat The Factory einfach nur abzufeiern.

Dabei wollte der grau melierte Altherrenstammtisch um Robert Pollard 2011 einfach nur ein paar Konzerte spielen. Das tat man auch. Die Reaktionen der Fans waren so überwältigend, dass das volle Programm hermusste: Tour und neue Platte. Zum Dank gibt’s Let’s Go Eat The Factory – ein Album, das einerseits in die Zukunft weist (mehr Synthies und Samples) und andererseits die ungelenke Lo-Fi-Ästhetik aus den goldenen 90ern fortführt. Auf 21 Tracks – auch ein Spezifikum von Guided By Voices – zeigen Pollard und Co., dass ihnen die Arthritis nicht zu Kopf gestiegen ist. Let’s Go Eat The Factory ist keine greise Reunion-Sause, sondern eine schnodderig-sympathische Wundertüte.

Guided by Voices „Doughnut For A Snowman“ (inklusive Download)

Guided By Voices
Let’s Go Eat The Factory
Fire / Cargo

Foto: B. Sheehan

Erstveröffentlichung der Rezension auf intro.de

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