Plattenkritiken /// Radio Burroughs “Filler Words. Gesture”

Girl-fronted-Bands sind leider noch immer die Ausnahme. Da hilft auch keine Idealisierung der Riot-Grrrl-Bewegung…

Sogar im Indie-Hardcore-Punk-Bereich – also in einer Subkultur, deren Anhänger normalerweise durch Diskursfähigkeit überzeugen – tummeln sich Frauen mehr vor als auf der Bühne. Was war noch mal Gender? Janette Bielau, Vocals bei Radio Burroughs, kennt die Antwort, doch nicht den Grund für die Teilnahmslosigkeit ihrer Umwelt.

Ein Unbehagen schleicht sich ein. Sie tut, was sie kann, und redet sich in Rage (»Fight Called Conversation«). Stochert in Dingen, die uns irgendwie unangenehm sind, und macht das Private öffentlich. Politisch. Und genau deshalb ist »Filler Words. Gesture« auch so dringlich. So wichtig. So gut. Ein eklektischer Post-Punk-Hardcore-Bastard mit eingängigen Songstrukturen und einer Dynamik, die die Grenzen der bespielten Genres durch deren Verbindung überwindet. Vinylnostalgiker dürfen sich über eine edle Optik der LP freuen.


 

Radio Burroughs
Filler Words. Gesture
Altin Village & Mine / Cargo

Erstveröffentlichung der Rezension auf Intro.de.

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