Plattenkritik /// Caged Animals „Eat Their Own“

Lullabies über Tod, Trauer und Optimismus. Eine großartige EP hätte es werden können, auf LP-Länge wirkt das Ergebnis aber leider nur okay.

Wer zur Hölle ist eigentlich Vincent Cacchione? Muss ich den kennen? Der aus Brooklyn stammende Songwriter mit Festanstellung bei Soft Black – Depri-Folk, nix für sonnige Gemüter – suhlt sich gerne in niederen Gefühlslagen. Albtraumhafte Texte über seine verblichenen Verwandten sind keine Seltenheit. „Bizarro-Folk“ nannte das mal ein pfiffiger Journalist. Irgendwann wurde es Cacchione aber zu anstrengend: Etwas weniger Negatives musste her.

Er ging zum Home-Recording-Endorser umme Ecke. Ein paar Bedienungsanleitungen später hatte er dann seinen Optimismus wieder. Eat Their Own ist Zeugnis dieser Selbstfindung, ein liebevoll arrangiertes Sammelsurium an Hooks und Lullabies („Teflon Heart“, „This Summer I’ll Make It Up To You“). Stimmlich ruft Caged Animals Morrisseys Erhabenheit auf den Plan. Auch musikalisch werden die 80er nicht verlassen: samtene Synthies in bester Cure-Manier. Zum Ende hin fehlt die Substanz. Vielleicht hätte eine EP ausgereicht.

Caged Animals
Eat Their Own
Coop / Universal

Erstveröffentlichugn des Artikels auf intro.de

2 thoughts on “Plattenkritik /// Caged Animals „Eat Their Own“

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