Plattenkritik /// Twin Sister „In Heaven“

Photo by Shawn BrackbillChillwave wird zu Killwave. Ein Traum von Zuckerwatte und Kannibalismus.

So sehr die Termini Chillwave und Dream-Pop von musikjournalistischem Übereifer überladen sind, so passabel sind sie, wenn man seiner besten Freundin den Sound von Twin Sisters erklären will. Twin Sisters, musst du dir vorstellen, klingen ein wenig wie Toro Y Moi oder Beach House, nur noch langsamer. Getragen wird diese Art Gute-Nacht-Musik von einer liebreizenden Stimme, die auf den Namen Andrea Estella (Künstlername?) hört. Andrea hat häufig Tagträume. Vielleicht ist das Grund, warum sie so krude Fantasien in ihren Songs austariert. In „Kimmi In A Rice Field“ – hier haben Prefab Sprout Pate gestanden – wird beispielsweise die Protagonistin von ihrer eigenen Schwester gefressen. Bäh. Da wird chillwave zu killwave. Gesegnet sind die Leute ohne Englischkenntnisse. Die können sich nämlich in den sonst so genial arrangierten Song-Perlen verlieben, ohne dabei Alpträume zu bekommen.

 

Twin Sisters
„In Heaven“

Domino / GoodToGO / VÖ: 23.09.2011

Erstveröffentlichung des Artikels auf intro.de.

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