Plattenkritik /// Mazes „A Thousand Heys“

Lo-Fi / Surf-Pop made in England? »Geht nicht« gibt’s nicht.

In knapp 31 Minuten erhält man eine Ahnung davon, was passiert, wenn vier passionierte Engländer ihr 4-Track auspacken und amerikanische Kollegen an die Wand spielen. Im Vorbeigehen natürlich. Und richtig angestrengt hat man sich auch nicht. Scheiß drauf. Dafür wird man mit einem Deal bei FatCat, einem der geschichtsträchtigsten Labels im Mutterland der Popmusik, belohnt.

Wie Mazes das trotz Full-Time-Jobs schaffen? In erster Linie mit einem Sack voller selbst produzierter Kassetten, grandioser Hooks und einem Netzwerk an Bands und Labels, die sich gegenseitig befruchten. Buddys findet man in Yuck und Male Bonding. Die Bühne teilt man sich mit Wavves und Thee Oh Sees. Hausnummern im schmutzigen Lo-Fi/Surf-Pop US-amerikanischer Prägung. Mazes schlagen in eine ähnliche Kerbe, obgleich sie sich hin und wieder auch gerne bei Pavement (»Bowie Knives«) und den Monkees (»Go Betweens«) bedienen. Auf der zweiten Hälfte ist dann so langsam die Luft raus. Schade eigentlich.

Mazes
A Thousand Heys
FatCat / Rough Trade

Erstveröffentlichung des Artikels auf intro.de.

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