Plattenkritik /// The Hands Of The Wrong People „Proportions“

Unaudringlichkeit ist eine Tugend, die im Musikbiz leider nicht so häufig anzutreffen ist. Da gilt es laut und polternd zu sein, damit man auch ja von allen gehört wird. The Hands of the Wrong People haben das nicht nötig. Sie fahren ganz gut ohne Egoschiene. Ein Fakt, der ihrem neuen Silberling eine hohe Halbwertszeit beschert.

The Hands Of The Wrong People ist ein Trio aus Berlin, welches sich um den Songwriter Dominic Hislop gruppiert. An Hislops Seite stehen der Berliner Pius Fox am Bass und der Belgier Jo Wetzels, der seit Oktober 2010 mit von der Partie ist. Getrommelt hat auf „Proportions“ übrigens Robert Wiesner. Dieser drischt so locker flockig vor sich hin, als wäre er mit den Drumsticks in der Hand geboren worden. Sein Schlagzeugspiel wirkt schön organisch, fast schon jazzig (vergleichbar mit den Genrevorbildern The Sea and Cake). Die Snare steht im Mittelpunkt. Hin und wieder streut Wiesner vertrackte Rhythmen  ein („You’re Not Singing Anymore“), ohne dabei aufdringlich zu wirken. Und da sind wir auch schon gleich beim passenden Stichwort. The Hands Of The Wrong People wissen, worauf es beim Songwriting ankommt: Unaufdringlichkeit. Auf „Proportions“ gibts keine Bretter. Kein Geknüppel, keine pathetischen Gesten. Alles wirkt echt. Auch mal schön. Hatten wir schon lange nicht mehr. Und genau deshalb ist „Proportions“ auch so unheimlich gut. Aber überzeugt euch selbst – entweder mit den nachfolgenden Empfehlungsschreiben oder mit einigen Songs vom Album:

“Songs draw from such seemingly disparate genres such as Scottish post-punk pop, and US, Chicago style post-rock. Imagine the jazz-influenced rock of Karate mixed with the pseudo-Chic Postcard label funk of Orange Juice with its clean pop jangle and you begin to get a sense of the sound of The Hands Of The Wrong People. The lyrics address relationships & politics in the same breath, conjuring poetic turns on everyday phrasings with an understated vocal delivery that evokes a compelling bitter sweet emotional resonance and becomes a subtle form of protest music performed on the deceptively traditional lineup of guitar, bass & drums.” – Idea of North

“Sunny, harmonic guitar pop.” – Dorfdisco

“Their sensitive, atmospheric guitar rock owes much to a Scottish indie-pop tradition, but tense, hesitant rhythmic shifts and glints of ’80s post-punk trebly sheen create a distinctive mood based around a limited palette of sounds – intricate guitar lines, irritable basslines and direct, affecting vocals.” – The Skinny

The Hands of the Wrong People – ‚Jaws of Victory‘

The Hands of the Wrong People – ‚You’re Not Singing Anymore‘


The Hands of the Wrong People

„Proportions“
Peapod Recordings /// VÖ: 5.09. 2011

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