Plattenkritik /// Cage The Elephant – „Thank You, Happy Birthday“

Cage The Elephant "Thank You, Happy Birthday"
Von einem, der auszog, um die Erde zu riechen.

Inspiration lässt sich durch verschiedenste Gerätschaften herstellen. Ganz oben dabei sind natürlich bewusstseinserweiternde Substanzen wie Kaffee oder Schokolade, aber auch Hass und Herzeleid sind immer on top. Matt Schultz, seines Zeichens Kopf der Band Cage The Elephant, setzt sich zu diesem Zweck gern in Laubhaufen. Riecht an dem modrigen Gewese aus Blättern und Erde. Die Verbindung ist wichtig. Schultz ist ein Vorzeige-Slacker mit einer gehörigen Aversion gegen Plattitüden, Püppchen und gerne auch gegen sich selbst. Und wohingegen sich manch anderer mit ähnlicher Veranlagung einfach eine Schrotflinte an den Kopf hält, kondensiert er seinen Hass in grobschlächtige, lärmende Brecher, die sich so anhören als hätten Mclusky, die Pixies und Pavement eine All Star Band gegründet.

„Thank You, Happy Birthday“ ist ein Zeugnis dieses Mashups und hat in den US of A einen Nerv getroffen. Dies belegen 500.000 verkaufte Exemplare ihres selbstbetitelten Debüts und einige euphorisierte Teenies, die sich zum ersten Mal als Teil einer Jugendbewegung fühlen. Daumen drücken, dass sich die Jungs nicht von der großen Krake vereinnahmen lassen.

image: cagetheelephant.com

Cage The Elephant
Thank You, Happy Birthday
Relentless / Virgin / EMI

Cage The Elephant auf Myspace

Diese Rezension erschien zuerst auf intro.de (Print: Ausgabe #191)

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