Plattenkritik /// Young Knives „Ornaments From The Silver Arcade“


Wenn Inzest und Plagiarismus Hand in Hand gehen, sollte man aufhören, Platten zu produzieren. Leider hören einige nicht auf die Unkenrufe.

Dem UK wird gemeinhin eine leicht inzestuöse Verquickung von Popkultur und Plagiarismus nachgesagt. Man denke nur an die vielen Dohertys, Fratellis und Wellers, die sich seit Jahrzehnten gegenseitig befruchten und dabei doch kein Baby zeugen, welches älter wird als seine Stammesväter. Wie auch? Mit fehlender Inspiration und vorzeitig zündendem Knallwerk lässt sich nur noch der Dudelfunk bespaßen. Und selbst da wird die Halbwertszeit immer geringer. Dem können sich leider auch die referenzbewussten Young Knives nicht entziehen, die nun schon seit drei Alben so klingen wollen, wie sich The Futureheads auf ihrer ersten LP angehört haben: gut!

Auf „Ornaments From The Silver Arcade“ hat das Trio mit fast berühmtem Producer (Andy Gill von Gang Of Four) nun auch endlich mal was mit funky Samples, Synthies und Off-Beats gemacht. Wow! Die trauen sich was. Was dabei im Abfluss hängen bleibt, ist das The-Kinks-Rip-off des Jahres in „Everything Falls Into Place“ und das soulige Women, das in dieser Form bestimmt auf einer B-Seite des New Young Pony Club Platz finden könnte. Denkt nicht, dass einem eine solche Rezension nicht selber wehtut, aber manche Dinge müssen halt gesagt werden.

Young Knives auf Myspace


Young Knives

Ornaments From The Silver Arcade
PIAS / Rough Trade
VÖ: 01.04.2011

 


Erstveröffentlichung der Rezension auf intro.de

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