Rezension /// Broken Records „Let Me Come Home“


Irgendwie mitreißend, aber mindestens genauso vorhersehbar.

Wenn man so lange mit The National rumgekumpelt hat wie die Edinburgher Broken Records, dann kann man verstehen, warum Letztere auch in puncto Sound ihren amerikanischen Wahlverwandten in nichts nachstehen wollen. Zu anziehend ist das Korsett der Brooklyner, um sich nicht darin wohlzufühlen. Doch lassen sich die cinemascopen und barock orchestrierten Soundcollagen auf „Let Me Come Home“ natürlich nicht so einfach auf ein The-National-Plagiat herunterbrechen, denn dafür sind Broken Records einfach zu versiert. Und spätestens, seitdem man ihnen im Zuge der Veröffentlichung ihres Erstlings („Until The Earth Begins To Part„) den bitteren Beinamen „die schottischen Arcade Fire“ gegeben hat, auch zu vorbelastet.

Soundtechnisch gehen die Schotten auf „Let Me Come Home“ neue Wege: Die Opulenz des Debüts hält sich nun bedeckt im Hintergrund und weicht einer raueren Atmosphäre, die in „Modern Worksong“ und „A Darkness Rises Up“ ihr volles Potenzial entfaltet. Irgendwie mitreißend, aber mindestens genauso vorhersehbar.


Broken Records

Let Me Come Home
4AD / Beggars / Indigo

Die Rezension erschien zuerst auf intro.de

 


2 thoughts on “Rezension /// Broken Records „Let Me Come Home“

  1. mal schauen, was das live wird. getourt wird mit den freelance whales, ein schöner abend wird’s also allemal.

    07.02.2011 – Hamburg – Uebel & Gefährlich
    08.02.2011 – Berlin – Magnet

  2. Ach herrje. Kein Termin im Pott? Hmpf. Wie soll man denn da als Werkstätiger über den Winter kommen? Und dann auch noch mit den Freelance Whales, würd ich mir zu gerne anschauen.

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