Rezension /// The Daredevil Christopher Wright „In Deference To A Broken Back“

Fachliche Kompetenzen in: 60s-Beat, Folk, Bubblegum Pop und Rockabilly. Bisher konnte das nur ein „Elephant 6“-Sampler.

Das Trio aus Wisconsin, allen voran die Brüder Jon und Jason Sunde, hat den Folkbaukasten ausgepackt und kleistert dessen lose Stücke mit Schmackes aneinander. Dass dabei nicht nur Referenzballast wie Alt. Country, Lap Steel und der abgehangene Topos vom ewig schwermütigen Präriehund abgefeiert werden – wie in der US-amerikanischen Folk-Szene gerade vermehrt der Fall -, ist eine wahre Freude.

Vielmehr zeigen The Daredevil Christopher Wright Genrekompetenzen, die man sonst nur von einem „Elephant 6“-Sampler erwarten würde. Die besten Beispiele dafür sind das vom Folk-Rock der 70er nur so triefende „Acceptable Loss“, das bitterböse „A Conversation About Cancer“ (erinnert an Neutral Milk Hotel) und „A Near Death Experience At Sea“. Sie alle verzichten auf konventionelle Instrumentierung und zeigen eine außerordentliche Stilsicherheit in Sachen 60s-Beat, Bubblegum Pop, Folk und – man mag’s kaum glauben – Rockabilly. Da würde sogar ein Dieter „Thomas“ Heck in Schnappatmung verfallen und keine einzige Silbe mehr rausbekommen. Unbedingt antesten.

Foto: the daredevil cristopher wright

the daredevil christopher wright „in deference to a broken back“
almost musique / affairs of the heart / indigo

The Daredevil Christopher Wright zuhause.
Diese Rezension erschien zuerst auf intro.de.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s