Rezension /// Walter Schreifels „Open Letter To The Scene“

Schmusen zu Agnostic Front? Walter Schreifels macht’s möglich.

Meine Lieblingsdevotionalie von Walter Schreifels ist ein Best-of-Tape von Gorilla Biscuits und Quicksand: handgeschrieben und selbstkopiert. Jenes stammt aus einer Zeit, als Hardcore noch nicht vor dem Spiegel geübt wurde. Es folgten eine CD der Rival Schools (2001), Schreifels‘ damals neue Band, und ein eher mittelprächtiger Ausflug in den Britpop mit Walking Concert. Soundmäßig waren diese Projekte natürlich meilenweit von der Hardcore-Drescherei der frühen Tage entfernt, doch tragen sie alle Schreifels‘ Signatur: den charismatischen Gesang und sein brillantes Songwriting.

Obgleich das Tempo auf „Open Letter To The Scene“ dem einer heiteren Landpartie gleicht und nur noch selten am Gain-Regler gedreht wird, so präsentiert sich Schreifels auf seiner Solo-LP wieder in Bestform und scheut sich auch nicht vor schmusigen Songs („Wild Pandas“, „Open Letter“). Seine Herkunft hat der Wahlberliner dennoch nicht vergessen, und so gibt es zur Entschädigung ein Agnostic-Front-Cover („Society Suckers“). Kuschelrock für Tapezierte.

Foto: waltertown.com


Walter Schreifels
Open Letter To The Scene
Arctic Rodeo / Al!ve

Walter Schreifels zuhause
Walter Schreifels auf MySpace

Erstveröffentlichung des Artikels auf intro.de

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