Rezension /// White Rabbits – „It’s Frightening“

Wussten Sie, dass New Yorker ca. 28 Mal pro Minute blinzeln, sich die Frequenz in Stresssituationen jedoch auf 40 erhöht? Ja? Nein? Die White Rabbits aus Brooklyn sicherlich auch nicht. Was sicher ist, ist der Fakt, dass ihr aktueller Silberling „It’s Frightening“ gar nicht so neu ist, denn eben jenes Werk des Sextetts erschien in den USA schon im Mai 2009. Europa wird 2010 anvisiert und wird hoffentlich auf offene Ohren stoßen.

Mit „It’s Frightening“ – dem Zweitwerk der White Rabbits – gilt es Erwartungen zu erfüllen, die seit dem Debüt („Fort Nightly“, 2007) auch eine gewisse Evidenz besitzen. Auf „Fort Nightly“ legte man den Fokus auf staubtrockenen Indie-Rock der Marke Cold War Kids. Auch die zwei Drumkits auf der Bühne und das hämmernde Piano setzten kleine Highlights. Was 2007 noch wie ein Ennio Morricone mit Bock auf Chucks und Telecaster anmutete, wird auf „It’s Frightening“ noch weiter ausdifferenziert. Gut so! Die Percussion-Salven klatschen wie wogende Brandung gegen den Fels und das Klavier schiebt stumpfe Akkorde hinterher.

Was bleibt, ist der Blick auf die Uhr und die Frage, ob man das heute noch an den Endverbraucher bringen kann. Die Frage sollte ohne Zweifel mit „Ja“ beantwortet werden.

http://www.youtube.com/v/IClBpch9vmM&hl=de_DE&fs=1&
Music video for White Rabbits „Percussion Gun“ from „It’s Frightening“ on tbd Records. Directed by Andrew Droz Palermo.

White Rabbits
It’s Frightening
Mute / EMI / VÖ: 22.01.2010

Bild/Image Copyright: White Rabbits
Diese Rezension erschien zuerst in verkürzter Form auf Intro.de.

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