Rezension /// BLK JKS „After Robots“

In etwaigen Fachkreisen sind die Südafrikaner BLK JKS derzeit heiße Anwärter auf den Posten „Neuentdeckung des Jahres“. Doch können sie diesem Anspruch auch gerecht werden?

Brooklyn an einem Samstagabend. Die Südafrikaner BLK JKS (ausgesprochen Black Jacks) sind müde und angespannt. Der Song „Zol After Zol“ (Zol umgangssprachlich für Spliff), den sie für die Fußballweltmeisterschaft in Johannesburg aufnehmen wollen, dümpelt so vor sich hin. „Die Bassline ist zu cheesy“, beschwert sich Drummer Tshepang Ramoba, doch Mpumi Mcata, Leadgitarrist der Band, winkt ab: „Sie ist… einfach nur traditionell!“ Disput beendet! Doch ist er das wirklich?

Konfrontiert man die proggig-psychedelischen Art-Rocker BLK JKS mit Tradition, so würden sie vermutlich fragen: Welche Tradition? Nicht zu vergessen, dass man noch bis in die 1990er Jahre in Südafrika aufgrund seiner Hautfarbe angegriffen werden konnte? Oder dass das Land gerade eine neue Sensibilität für westliche Rockmusik entwickelt und BLK JKS daran nicht ganz unbeteiligt sind? Mit „After Robots“ haben BLK JKS eine Niché geschlagen, so wie damals Paul Simon mit „Graceland„. BLK JKS legen mit „After Robots“ ein wirklich famoses Debüt vor. Dieses klingt in etwa so als würden The Mars Volta auf Zulu Blues umsteigen. Doch vielleicht sollte man solche Grenzziehungen gar nicht treffen. Die Welt steht offen!

http://www.youtube.com/v/8oUI02eK3SM&hl=de&fs=1&

http://www.youtube.com/v/oF8sAauThvA&hl=de&fs=1&

BLK JKS
„After Robots“
Secretly Canadian / Cooperative Music / Universal

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