The Giant Spider Invasion

Nur mal für zwischendurch. Zurzeit passieren hier in Paderborn seltsame Dinge. Die Stadt wird von einer Hitzewelle überflutet, nur fehlt leider das Wasser und die Welle. Was bleibt kann sich jeder denken: Hitze. Das Vegetieren verbleibt als einziger Zustand, in dem der Körper nicht zu schmelzen droht.

Vorgestern hat es zu diesem Zweck sogar in unserer Straße, der Karlstraße, gebrannt. Ein Hauch von verbranntem Gummi und surrenden Rundumleuchten lag in der Luft. Zum Glück ist keinem etwas passiert. Die Anwohner hatten jedenfalls einen riesigen Spaß und versammelten sich durchaus zahlreich rund um den brennenden Keller, während die Feuerwehr mit Atemschutzmasken die Gegend absicherte. Das machte reichlich wenig Sinn, störte aber letztlich niemanden. Das einzige was störte, waren die vielen Feuerwehrleute, die dauernd hin und her rannten und die Handypics versauten. Kein guter Tag für Katastrophentouristen.

Gestern wurde ich dann auch noch von einer Riesenspinne angegriffen (Größe siehe oben), die war nicht nur verdammt groß, sondern hatte sich auch behaarlich in ihren pelzigen Kopf gesetzt mich mitten in der Nacht durch Gekrabbel und Geknirsche von meinem PC wegzulocken. Leider war die Feuerwehr vom Vortag schon wieder verschwunden und an einen Veterinär habe ich im Eifer des Gefechts nicht gedacht, also zog ich mein Schwert aus dem Halfter und versteckte mich vor ihrem Feueratem hinter meinem bronzenen Schild.

Als sie ihren Todesblick auf mich gerichtet hielt und ihre hypnotischen Augen immer größere Kreisbewegungen zu vollführen schienen, wurde ich in eine Art Bann gezogen, doch – ich – hielt – stand! ich schleuderte den Schild in ihre Augen und sofort löste sich die geistige Umklammerung. Plötzlich bewegte sich die Reisenspinne direkt auf mich zu, sie bemerkte allerdings nicht die Bärenfalle, die ich für Notfälle immer gespannt in meinem Zimmer rumliegen habe und tapste mit einem ihrer acht Beine direkt hinein. Ein sirenengleiches Geräusch krazte sich in meine Gehörgänge. Das war meine Chance! Mit einem beherzten Sprung bewegte ich mich blitzartig in ihre Richtung und ließ das Schwert, das sich durch einen Knopfdruck auf dem Schaft in eine Motorsäge verwandelt hatte, kreisen. Der Geruch von Benzin und mein irres Lachen erfüllten den Raum. Die Spinne hatte verloren.

Na ja, das mit dem Schwert, dem Schild, der Bärenfalle, den hypnotischen Augen, der Motorsäge und dem Feueratem ist gelogen, vielleicht habe ich auch mit der Größe der Spinne ein wenig übertrieben, aber einen Kampf hat es wirklich gegeben. Ich will nur eins sagen: einer der Kontrahenten hat den gestrigen Abend nicht überlebt.

One thought on “The Giant Spider Invasion

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s